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22. Oktober 2026 · 7 Min Lesezeit

Shopify-Shop erstellen lassen: Wovon die Kosten abhängen und wie Sie ein Festpreis-Angebot bekommen

„Was kostet ein Shopify-Shop?“ ist die erste Frage fast jedes Gesprächs, und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an. Das klingt nach Ausweichen, ist aber der Grund, warum Angebote so weit auseinanderliegen. Dieser Artikel zeigt, woraus sich der Preis zusammensetzt, worauf Sie bei Angeboten achten sollten und wie Sie zu einem Festpreis kommen, den Sie wirklich vergleichen können. Zahlen finden Sie hier bewusst nicht: Ein Preis ohne Ihren Umfang wäre geraten.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

1. Theme aus dem Store oder individuelles Theme

Bei einem Theme aus dem Shopify Theme Store passen Sie Aufbau, Farben und Inhalte an. Das ist der schnellere und günstigere Weg und für viele Shops genau richtig. Ein individuelles Theme nach Ihrem Design (zum Beispiel aus Figma) wird von Grund auf gebaut. Es bildet jedes Detail ab, kostet aber entsprechend mehr Zeit.

2. Anzahl und Art der Seiten

Eine Startseite, ein paar Kollektionen und eine Produktseite sind schnell aufgebaut. Je mehr unterschiedliche Seitentypen es gibt (mehrere Startseiten-Varianten, Info-Seiten, Konfigurator, Händlerbereich), desto größer der Umfang.

3. Produkte und Inhalte

Zehn Produkte sind eine andere Aufgabe als mehrere hundert. Entscheidend ist auch, in welchem Zustand die Daten vorliegen: Liegen Texte, Bilder und Varianten sauber vor, oder müssen sie erst sortiert, ergänzt oder aus einem alten System übernommen werden?

4. Umzug von einem anderen System

Wenn Sie schon einen Shop haben, etwa auf WooCommerce, kommen Produkte, Kunden, Bestellungen und vor allem die Weiterleitungen alter Adressen dazu, damit Ihre Google-Rankings erhalten bleiben. Mehr dazu in Von WooCommerce zu Shopify wechseln.

5. Funktionen über den Standard hinaus

Händlerpreise und Quick Order für B2B, ein Produktkonfigurator, Geschenk-Logik im Warenkorb, ein Wunschlisten-Feature: Alles, was das Theme nicht mitbringt, wird entweder über eine App gelöst oder im Code gebaut. Beides hat seinen Preis, die App meist als laufende Gebühr, der Code einmalig.

6. Märkte, Sprachen und Währungen

Ein Shop in einer Sprache für einen Markt ist einfacher als einer mit mehreren Sprachen, Währungen und länderspezifischen Preisen und Regeln.

7. Wer liefert Design, Texte und Fotos?

Wenn Sie ein fertiges Design und Texte mitbringen, fließt die Zeit in den Aufbau. Muss die Struktur erst entwickelt werden, kommt ein Arbeitsschritt davor hinzu.

Die laufenden Kosten, die oft vergessen werden

Der Preis für die Erstellung ist nur ein Teil. Danach laufen weiter:

  • Der Shopify-Tarif selbst. Welcher passt, hängt von Ihrem Bedarf ab; die aktuellen Tarife nennt Shopify auf der eigenen Preisseite.
  • Apps, die Sie einsetzen, meist als monatliche Gebühr. Jede kostenpflichtige App gehört in die Rechnung, und sie bremst den Shop oft auch (siehe Shopify-Shop langsam? 7 Ursachen).
  • Domain und eventuell ein eigenes Postfach.
  • Zahlungsgebühren pro Bestellung beim Zahlungsanbieter.
  • Pflege und Weiterentwicklung, wenn Sie nicht alles selbst machen wollen oder können.

Ein Tipp: Je mehr eine saubere Lösung im Theme selbst erledigt, desto weniger Apps brauchen Sie, und desto kleiner sind die laufenden Kosten.

Festpreis oder Stundensatz?

Stundensatz: Sie zahlen für die Zeit, die tatsächlich anfällt. Das passt, wenn der Umfang offen ist oder sich laufend ändert, etwa bei laufender Betreuung. Das Risiko liegt bei Ihnen: Sie wissen am Ende erst, was es gekostet hat.

Festpreis: Sie wissen vorher, was der Shop kostet, und das Risiko von Mehraufwand liegt beim Entwickler. Dafür muss der Umfang vorher klar beschrieben sein. Genau das passiert im Briefing. Ich arbeite bei Projekten mit klarem Umfang mit einem Festpreis nach dem Briefing.

Ein Festpreis ist nur so belastbar wie der Umfang, der darin steht. Lassen Sie sich im Angebot aufschreiben, was enthalten ist und was nicht.

Woran Sie ein vergleichbares Angebot erkennen

Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie dasselbe beschreiben. Darauf sollten Sie achten:

  1. Welche Seiten und Funktionen sind enthalten? Eine Liste, nicht nur „Shop-Erstellung“.
  2. Theme aus dem Store oder individuell?
  3. Wer liefert Produktdaten, Texte, Bilder? Und wer überträgt sie in den Shop?
  4. Sind Rechtstexte, Zahlungen, Versand und Steuern eingerichtet?
  5. Was passiert nach dem Launch? Gibt es eine Phase für Korrekturen?
  6. Läuft der alte Shop weiter, bis der neue freigegeben ist?
  7. Wem gehört am Ende was? Der Shop sollte auf Ihrem Shopify-Konto liegen, nicht auf dem des Entwicklers.

Ein Beispiel: Minbie

Minbie, eine australische Marke für Baby-Fütterprodukte, wollte einen neuen Shop auf dem Blum-Theme, gebaut nach eigenen Figma-Wireframes und gestartet, ohne bestehende Produkte, Kollektionen und Inhalte zu verlieren. Der Umfang war klar umrissen: Startseite in zwei Varianten, drei Kollektionsseiten, Produktseite, About, Reviews und Kontakt. Der Shop ist im Juli 2026 gestartet, die Betreuung läuft danach weiter.

Wie Sie zu Ihrem Festpreis kommen

  1. Erstgespräch, rund 30 Minuten: Was verkaufen Sie, was gibt es schon, was stört?
  2. Briefing: Wir halten Umfang, Seiten und Funktionen schriftlich fest.
  3. Festpreis-Angebot auf Basis dieses Briefings.
  4. Aufbau in einer unveröffentlichten Vorschau, Ihr Feedback setze ich in kurzen Runden um.
  5. Go-live nach Ihrer Freigabe.

Häufige Fragen

Warum nennen Sie keine Preise? Weil ein Preis ohne Umfang geraten wäre. Nach dem Briefing bekommen Sie eine feste Zahl, die zu Ihrem Shop passt.

Kann ich mit einem kleinen Umfang starten und später erweitern? Ja. Ein Shop wächst gut in Etappen, wenn das Fundament sauber ist.

Sollte der Shop auf meinem Konto laufen? Unbedingt. Sie sollten Inhaber des Shops bleiben und dem Entwickler nur Zugriff geben, den Sie jederzeit wieder entziehen können.

Muss ich technisches Wissen mitbringen? Nein. Sie müssen wissen, was Sie verkaufen wollen. Der Rest wird im Briefing besprochen.

Wie viel Shop brauchen Sie?

Schreiben Sie mir für den kostenlosen Shop-Check, was Sie vorhaben: neuer Shop, Umzug oder Neuaufbau. Ich sage Ihnen ehrlich, welcher Umfang für Ihr Ziel sinnvoll ist, und Sie bekommen nach dem Briefing ein Angebot zum Festpreis. Je nach Fall passt der Umzug von WooCommerce oder das Redesign mit Theme-Wechsel. Und wenn Sie noch abwägen, ob ein Freelancer oder eine Agentur zu Ihrem Vorhaben passt: Shopify-Freelancer oder Agentur.

Kiril Karatitsyn, Shopify-Entwickler in Deutschland

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