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    Tempo und Google22. Oktober 20268 Min Lesezeit

    Shopify-Shop optimieren lassen: Was dazugehört und woran Sie ein gutes Angebot erkennen

    Wer „Shopify-Shop optimieren lassen“ in die Suche tippt, hat meist ein Gefühl: Der Shop könnte schneller sein, besser gefunden werden oder mehr verkaufen. „Optimieren“ ist aber kein Auftrag, sondern ein Sammelbegriff. Ohne Ziel und ohne Ausgangswerte wissen weder Sie noch der Dienstleister, ob die Arbeit etwas gebracht hat. Dieser Artikel hilft bei der Entscheidung: Was kann Optimierung bedeuten, wie legen Sie Ziel und Messung fest, was gehört in ein gutes Angebot und wie geben Sie Zugang, ohne unnötiges Risiko.

    Was „optimieren“ bedeuten kann

    Vier Bereiche werden meist in einen Topf geworfen. Es lohnt sich, sie zu trennen:

    • Ladezeit. Apps, Skripte, Bilder und das Theme selbst. Die Ursachen und was Sie selbst prüfen können, stehen in Shopify-Shop langsam? 7 Ursachen.
    • Technische Auffindbarkeit. Fehler in der Search Console, Sitemap, Weiterleitungen, saubere Titel und Beschreibungen. Wenn Ihr Shop gar nicht erst in Google auftaucht, beginnen Sie bei Shopify-Shop wird bei Google nicht gefunden.
    • Bedienbarkeit. Wie gut lassen sich Produktseite, Warenkorb und Kasse am Handy benutzen? Das ist eine Prüfung mit Testbestellungen, kein Versprechen auf eine bestimmte Umsatzsteigerung.
    • Aufräumen im Hintergrund. Tracking-Skripte, Reste alter Apps, doppelter Code. Das spart Ladezeit und macht spätere Änderungen billiger. Wie Skripte und Pixel mit Cookie-Banner und Einwilligung zusammenhängen, steht in Shopify Cookie-Banner und Datenschutzerklärung.

    Ein seriöses Angebot benennt, welche dieser Bereiche gemeint sind und welche nicht.

    Womit fangen Sie an?

    Drei Fragen helfen bei der Einordnung:

    1. Was stört Sie konkret? „Der Shop lädt am Handy zäh“ ist ein anderer Auftrag als „Google zeigt meine Produktseiten nicht“ oder „Kunden brechen im Warenkorb ab“.
    2. Woran würden Sie merken, dass es besser ist? Ein Zahlenwert, eine Fehlermeldung, die verschwindet, eine Testbestellung, die ohne Stolpern durchläuft.
    3. Was darf sich nicht verändern? Das Aussehen? Die Adressen? Die laufenden Kampagnen?

    Wenn Sie diese drei Antworten aufschreiben, haben Sie schon den Kern des Briefings.

    Vorher: Ausgangswerte und Ziel festhalten

    Ohne Messung vorher gibt es keinen Beweis nachher. Für das Seitenerlebnis gibt Google drei Kennzahlen vor, die Core Web Vitals. Laut web.dev gelten als „gut“:

    • LCP (Ladezeit des größten Elements): 2,5 Sekunden oder weniger
    • INP (Reaktion auf Eingaben): 200 Millisekunden oder weniger
    • CLS (springendes Layout): 0,1 oder weniger

    Bewertet wird jeweils das 75. Perzentil der Seitenaufrufe, getrennt nach Handy und Desktop. Eine Seite besteht nur, wenn sie alle drei Werte erreicht.

    So halten Sie die Ausgangslage fest:

    • Startseite, eine Kollektion und eine Produktseite in PageSpeed Insights messen, Handy-Ansicht. Werte notieren.
    • In der Search Console den Bericht zu den Core Web Vitals ansehen, wenn Ihr Shop genug Besucher hat.
    • In Shopify die Berichte zur Web-Performance ansehen. Sie beruhen laut Shopify auf echten Besucherdaten der letzten 30 Tage, die Daten können bis zu 36 Stunden verzögert sein, und Änderungen im Shop schlagen sich nicht sofort nieder. Neue Shops oder Shops im privaten Modus haben unter Umständen noch keine Werte.
    • Bei Bedarf Fehlermeldungen aus der Search Console als Screenshot sichern.

    Aus diesen Werten wird das Ziel. „Schneller“ ist kein Ziel. „Die drei Kennzahlen auf Handy für diese drei Seitentypen im grünen Bereich“ ist eines.

    Was ein gutes Angebot enthält

    Egal ob Freelancer oder Agentur: Diese Punkte sollten schriftlich dastehen.

    • Umfang in einem Satz pro Bereich. Was wird geändert, was ausdrücklich nicht.
    • Zielwerte und Messmethode. Welche Seiten, welches Werkzeug, welcher Tag.
    • Arbeit im unveröffentlichten Theme. Der Live-Shop verkauft weiter, bis alles geprüft ist.
    • Freigabe vor dem Go-live. Veröffentlicht wird erst, wenn Sie es schriftlich bestätigt haben.
    • Eine Liste der Änderungen. Damit Sie später nachvollziehen können, was geändert wurde.
    • Nachmessung mit denselben Seiten und demselben Werkzeug wie vorher.
    • Ein klarer Preis oder eine klare Preislogik. Bei mir ist es ein Festpreis nach dem Briefing; wovon der Preis abhängt, steht in Shopify-Shop erstellen lassen: Wovon die Kosten abhängen.

    Allgemeine Fragen an jeden Anbieter, etwa zu vergleichbaren Shops und zur Erreichbarkeit nach dem Go-live, finden Sie in Shopify-Freelancer oder Agentur: Sechs Fragen.

    Warnzeichen

    • Ein garantierter Platz 1. Google schreibt auf der Seite „Do you need an SEO?“ sinngemäß: Niemand kann einen ersten Platz in Google garantieren, und wer einen verspricht, ist nicht der Richtige. Das gilt für Optimierung insgesamt: Sie können Voraussetzungen verbessern, die Platzierung entscheidet Google.
    • Eine Punktzahl als Versprechen. Labortestwerte schwanken je nach Seite, Gerät und Testlauf. Sinnvoll sind Zielbereiche und ein Vorher-Nachher-Vergleich unter gleichen Bedingungen.
    • Keine Ausgangsmessung. Wer nichts misst, kann nichts belegen.
    • Änderungen ohne Erklärung. Google nennt als Frage an einen SEO-Dienstleister, ob er alle Änderungen an Ihrer Seite mit Ihnen teilt. Das gilt für jede Optimierung.
    • Mehr Zugang als nötig. Dazu der nächste Abschnitt.

    Zugang sicher geben

    Ein Dienstleister braucht Zugriff auf Ihren Shop. Das geht, ohne Ihr Passwort weiterzugeben. Laut Shopify-Hilfe läuft der Zugang für Entwickler über Zugriffsanfragen („Collaborator“):

    • Der Entwickler sendet über sein Partner-Konto eine Anfrage. Sie sehen sie in den Einstellungen im Bereich „Users“ (Benutzer) und prüfen die angefragten Berechtigungen. Shopify rät, nur die Berechtigungen zu vergeben, die für die Aufgabe nötig sind.
    • Zusätzlich können Sie dort im Bereich Security einen vierstelligen Code erzeugen; der Entwickler muss ihn bei seiner Anfrage eingeben. Ein neuer Code macht alte ungültig.
    • Sie können den Zugang jederzeit wieder entfernen. Zudem läuft er automatisch ab, wenn sich der Entwickler 90 Tage nicht eingeloggt hat.

    Klären Sie vorab, wie der Zugang laufen soll, welche Berechtigungen genau nötig sind und wann er wieder entzogen wird.

    Zusätzlich sinnvoll: Lassen Sie am Theme nie direkt am Live-Stand arbeiten. In Shopify können Sie ein Theme unter „Online Store“ (Onlineshop) über das Menü mit den drei Punkten duplizieren („Duplicate“). Die Kopie heißt „Copy of …“ und bleibt unveröffentlicht, bis Sie sie veröffentlichen.

    Nachher: Ergebnis prüfen

    Wenn die Arbeit fertig ist:

    1. Gleiche Messung wie vorher. Dieselben drei Seiten, dasselbe Werkzeug, und die Werte neben Ihre Notizen legen.
    2. Funktionen testen. Eine Testbestellung mit Zahlung, die Kasse am Handy, die wichtigsten Apps, Formulare.
    3. Search Console beobachten. Meldungen und Weiterleitungen. Weil die Shopify-Berichte die letzten 30 Tage abbilden, zeigt sich eine Änderung dort nur nach und nach.
    4. Änderungsliste lesen. Sie sollten nachvollziehen können, was am Shop geändert wurde. Fehlt die Liste, fragen Sie nach.

    Und die Erwartung an Google: Google empfiehlt auf Search Central gute Core Web Vitals für den Erfolg in der Suche. Daraus folgt keine bestimmte Platzierung, denn Rankings garantiert niemand. Verbessert haben Sie in jedem Fall etwas Echtes: das Seitenerlebnis Ihrer Besucher.

    Ein Beispiel: Pedchem

    Pedchem, ein Shop für Schädlingsbekämpfung mit 323 Produkten, lief auf dem Flex-Theme mit mehreren Bezahl-Apps. Ich habe den Shop auf dem Enterprise-Theme neu aufgebaut, ohne Bezahl-Apps, die Produktdaten in Metafelder verlegt, Fehler aus der Search Console behoben und Weiterleitungen aus ihren Daten eingerichtet. Im Labortest erreichte das Vorschau-Theme 96 Punkte für Performance, das alte Theme 57. Die Geschwindigkeitsziele waren vorab vereinbart; echte Nutzerdaten sammelt Google erst nach dem Go-live. Alles wurde auf einem Vorschau-Theme gebaut, während das alte Theme weiter verkaufte, und erst nach schriftlicher Freigabe veröffentlicht.

    Häufige Fragen

    Kann ich selbst anfangen? Ja. Aufräumen von Apps, Bilder verkleinern und die Startseite kürzen schafft oft viel. Die Liste dazu steht in Shopify-Shop langsam?.

    Brauche ich ein neues Theme? Nicht immer. Wann Aufräumen reicht und wann ein Wechsel besser ist, zeigt Shopify-Theme anpassen lassen.

    Kann mir jemand garantieren, dass der Shop danach mehr verkauft? Nein. Verbessern lassen sich Ladezeit, Fehler und Bedienbarkeit; ob daraus mehr Umsatz wird, hängt auch von Angebot, Preisen und Werbung ab.

    Was kostet eine Optimierung? Das hängt vom Umfang ab. Bei mir gibt es nach dem Briefing ein Angebot zum Festpreis, mit den vereinbarten Zielwerten.

    Arbeiten Sie am Live-Shop? Nein. Ich arbeite in einem unveröffentlichten Test-Theme; live geht es erst nach Ihrer schriftlichen Freigabe.

    Soll ich mir Ihren Shop ansehen?

    Schicken Sie mir die Adresse Ihres Shops für den kostenlosen Shop-Check. Ich schaue mir an, was von außen sichtbar ist: Ladezeit, Apps im Theme und die Grundlagen der Auffindbarkeit. Danach sage ich Ihnen, welcher der vier Bereiche bei Ihnen am meisten bringt, auch wenn Sie es danach selbst umsetzen. Wenn Sie es lieber abgeben: Ich mache Ihren Shopify-Shop schneller, zum Festpreis nach dem Briefing.

    Weiterlesen: Shopify Hilfe: Wann das Help Center reicht

    Kiril Karatitsyn, Shopify-Entwickler in Deutschland

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